3 Wochen offline – das Handyexperiment

In diesem Schuljahr nahm unsere Schule erfolgreich am österreichweiten Projekt „Handyexperiment“ teil. Knapp 90 Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klassen sowie einige Lehrkräfte stellten sich der Herausforderung, ihren Umgang mit Smartphones bewusst zu reflektieren und neue Wege im digitalen Alltag zu erproben.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten zwischen zwei Varianten wählen: In der Light-Variante war die Nutzung des Smartphones auf maximal eine Stunde pro Tag beschränkt, während die zweite Variante einen vollständigen Verzicht auf das Smartphone vorsah. Das Experiment wurde wissenschaftlich begleitet, wobei die Schülerinnen und Schüler Fragebögen vor dem Projekt, direkt danach und fünf Wochen später ausfüllten, um Veränderungen im Verhalten und Wohlbefinden zu dokumentieren.

Fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hielten bis zum Ende durch und berichteten von sehr positiven Erfahrungen. Viele verbrachten mehr Zeit mit ihren Eltern und Geschwistern, unternahmen häufiger etwas mit Freundinnen und Freunden und entdeckten neue Hobbys. Gleichzeitig gaben sie an, produktiver zu sein und mehr für ihre Schularbeiten gelernt zu haben. Der Schlaf verbesserte sich, und das allgemeine Wohlbefinden stieg spürbar.

Auch im Schulalltag waren deutliche Veränderungen sichtbar. In den Pausen kamen die Schülerinnen und Schüler aus allen Klassen am Gang zusammen, um miteinander zu tratschen, statt in der Klasse am Handy zu sitzen. Außerdem verbrachten sie vermehrt gemeinsame Zeit mit diversen Spielen, wodurch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wurde.

Dieses Experiment zeigt, wie viel Mut, Selbstdisziplin und Reflexionsfähigkeit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgebracht haben. Sie haben bewiesen, dass es möglich ist, den eigenen Umgang mit Smartphones bewusst zu gestalten und neue Wege zu gehen. Alle Beteiligten können wirklich stolz auf sich sein. Wir gratulieren herzlich zu diesem besonderen Erfolg und bedanken uns bei allen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften für die Teilnahme.

Melanie Pitzinger, MEd