Stille herrscht in der Bibliothek, während die Bilder eines der dunkelsten Kapitel der Menschheit über die Leinwand flimmern. Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen versammelten sich am Vormittag des 12.02.2026, um gemeinsam Steven Spielbergs Meisterwerk „Schindlers Liste“ anzusehen. In einem sensiblen pädagogischen Rahmen setzten sie sich mit dem Holocaust und der systematischen Verfolgung jüdischer Menschen während des Nationalsozialismus auseinander.
Besonders die eindrucksvolle filmische Gestaltung hinterließ bei den Jugendlichen einen tiefen Eindruck. Die bewusste Entscheidung für die Schwarz-Weiß-Darstellung und symbolträchtige Momente wie das Mädchen im roten Mantel sorgten für eine emotionale Dichte, der sich niemand entziehen konnte. Im Zentrum der Betrachtung stand die moralische Entwicklung von Oskar Schindler, der vom Profiteur zum Retter von über 1.000 Menschen wurde. Nicht nur diese Wandlung, sondern auch der Spielfilm als Medium der Erinnerungskultur bot reichlich Stoff für die anschließenden Reflexionen.
Mag. Yvonne Bayreder


