Was bedeutet es eigentlich, wenn Diskriminierung nicht nur individuell, sondern „strukturell“ ist? Und wie können wir Machtverhältnisse im Alltag erkennen, die für viele oft unsichtbar bleiben? Unter dem Titel „Ich sehe was, was du nicht siehst!“ setzte sich die 7c in einem Workshop mit den komplexen Themen Rassismus, Sexismus und Intersektionalität auseinander.
Chantal Bamgbala vom Verein D!SRUPT gestaltete einen Vormittag, der weit über die Vermittlung von reinem Faktenwissen hinausging. Das interaktive Format bot den Schülerinnen und Schülern geschützte Reflexionsräume, um die eigene Positionierung in der Gesellschaft zu hinterfragen. Anhand von Texten, Videos und Rollenspielen wurden Unterdrückungsstrukturen im Alltag sichtbar gemacht und gemeinsam Handlungsspielräume erarbeitet.
Besonders wertvoll war der Fokus auf die Selbstreflexion: Die Jugendlichen lernten nicht nur, Diskriminierung theoretisch zu benennen, sondern entwickelten praktische Strategien, um im Alltag sensibel und bestärkt (re)agieren zu können. Die Begeisterung der 7c für die lebendige Methodik zeigte deutlich, wie wichtig Räume für ehrliche Diskussionen und den Austausch über soziale Gerechtigkeit sind.
Ein solcher Workshop ist weit mehr als eine Unterrichtsergänzung – er ist ein wesentlicher Beitrag zur Demokratiebildung an unserer Schule. Wir danken dem Verein D!SRUPT für diesen inspirierenden Impuls, der sicher noch lange in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler nachwirken wird.
Mag. Martin Schwarzinger


