Szenische Lesung „Kindheit und Jugend unterm Hakenkreuz”

Gänsehautstimmung breitete sich am 28.01.2026 in der Bibliothek aus, als Andrea Nitsche und Andreas Kosek vom teatro caprile zur szenischen Lesung ansetzten. Durch persönliche Berichte von Jugendlichen aus der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Mechanismen von Verführung, Ausgrenzung und Verfolgung für die Schülerinnen und Schüler der 7ab sowie der 8abcd auf erschütternde Weise greifbar. Die Texte beleuchteten eindringlich, wie die damalige Propaganda gezielt junge Menschen instrumentalisierte und welche grausamen Konsequenzen Widerstand oder die bloße Zugehörigkeit zu einer verfolgten Gruppe nach sich zogen.

Diese Form der Erinnerungsarbeit schlug eine wichtige Brücke in die Gegenwart, indem sie aktuelle rassistische Tendenzen in sozialen Medien kritisch hinterfragte. Das Projekt, welches vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung gefördert wurde, verdeutlichte den Schülerinnen und Schülern, dass ein tiefes Verständnis der Vergangenheit die Voraussetzung für Zivilcourage heute ist. Die Veranstaltung hinterließ einen bleibenden Eindruck und bestärkte die Jugendlichen darin, aktiv gegen Antisemitismus und Rassismus einzutreten, um die Verantwortung für eine gemeinsame Zukunft zu übernehmen.

Mag. Yvonne Bayreder